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Schnel­les In­ter­net für alle

Der Glas­fa­ser­aus­bau in Deutsch­land er­klärt

Vielleicht haben Sie schon eine Baustelle in Ihrer Nachbarschaft entdeckt, in der Glasfaserkabel verlegt werden – das bedeutet oft, dass schnelles Internet bald auch bei Ihnen möglich ist. Doch wann genau kommt Glasfaser zu Ihnen? Und wie funktioniert der Ausbau eigentlich?


Wir erklären Ihnen die wichtigsten Fakten rund um Glasfaser, den aktuellen Stand in Deutschland, warum der Ausbau so wichtig ist und wie Sie aktiv mitmachen können.

Eine junge Familie – Vater, Mutter und Tochter – sitzt eng zusammen vor einer hellen Holzwand und schaut lächelnd auf ein gemeinsames Tablet.
Foto: pressmaster – Adobe Stock

Warum Glasfaser für Sie wichtig ist


Unser Leben wird immer digitaler. Viele von uns arbeiten im Homeoffice, schauen Filme und Serien online, lernen virtuell oder steuern smarte Geräte in den eigenen vier Wänden. Dafür brauchen wir schnelles und verlässliches Internet, das auch bei mehreren Geräten und Nutzenden gleichzeitig stabil bleibt.


Glasfaser ist die beste Technologie dafür. Sie überträgt Daten mit Lichtgeschwindigkeit – viel schneller und zuverlässiger als Kupferleitungen. Das bedeutet: weniger Verbindungsabbrüche, mehr Komfort und eine bessere Zukunftssicherheit für Ihr Internet und Ihr Zuhause.

Wie weit ist der Glasfaserausbau?


Der Glasfaserausbau in Deutschland macht große Fortschritte: Aktuell können knapp 43 Prozent der Haushalte einen Glasfaseranschluss buchen. Hier verläuft das Glasfaserkabel direkt bis ins Haus – oder zumindest liegen die Leitungen schon in der Straße, um später angeschlossen zu werden. Jahr für Jahr kommen Millionen weiterer Haushalte hinzu.


Viele Haushalte, die Glasfaser in der Nähe haben, nutzen einen Anschluss allerdings noch nicht. Dabei gibt es keinen guten Grund abzuwarten, denn Glasfaser bietet klare Vorteile gegenüber älteren DSL- oder Kabelanschlüssen.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Explainer Internet über Glasfaser.

So kommt Glasfaser in Ihre Straße


Viele Telekommunikationsunternehmen starten in Gebieten sogenannte Vorvermarktungsaktionen oder Nachfragebündelungen. Dabei wird gefragt, wie viele Haushalte überhaupt einen Glasfaseranschluss haben möchten. Ist die Anzahl der Interessenten hoch genug – üblicherweise 30 bis 40 Prozent – wird der Ausbau in der Regel gestartet. Hier ist also Ihre Mitarbeit wichtig: Melden Sie Ihr Interesse bei den Anbietern, auch wenn der Ausbau noch nicht begonnen hat. In vielen Fällen wird der Hausanschluss während der Bauarbeiten kostenlos gelegt. Wenn Sie sich erst später entscheiden, kommen dagegen Kosten auf Sie zu.

Wie der Glasfaserausbau finanziert und unterstützt wird


Der deutsche Telekommunikationsmarkt ist vielfältig und umfasst etwa 300 Unternehmen, die in den Glasfaserausbau investieren. Dazu gehören klassische Telekommunikationsanbieter ebenso wie Stadtwerke und kommunale Betriebe.


Die Unternehmen entscheiden selbst, wo sie Glasfaser ausbauen. Sie investieren vorrangig dort, wo es sich wirtschaftlich lohnt. Doch gerade in ländlichen Gegenden ist der Ausbau oft weniger rentabel. Deshalb unterstützt der Staat den Glasfaserausbau, damit jeder Zugang zum schnellen Internet bekommt. Die Gigabitförderung 2.0 setzt genau dort an, wo Unternehmen an ihre Grenzen stoßen, und übernimmt 50 bis 70 Prozent der gesamten Ausbaukosten vor Ort. Kommunen, Landkreise und kommunale Verbände können die Förderanträge stellen.  Als Privatperson können Sie die Förderung nicht direkt beantragen, profitieren aber trotzdem, wenn sie in einem geförderten Gebiet wohnen.


Der Bund investierte bisher rund 21 Milliarden Euro in den Gigabitausbau. Seit Start der Förderung sind mehr als 1,9 Millionen Anschlüsse entstanden, darunter über 8.000 für Schulen. Rund 2,9 Millionen Anschlüsse sind derzeit in Planung oder im Bau. Für 2026 sind neue Förderaufrufe geplant, damit der Ausbau weiter vorankommt.

Was bedeutet die Anbietervielfalt für Sie?


Eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen baut Glasfaser aus. Wundern Sie sich also nicht, wenn Mitarbeitende eines Ihnen unbekannten Unternehmens vor der Tür stehen, über den Ausbau informieren und Ihnen einen Glasfaseranschlussvertrag anbieten. Lassen Sie sich in diesem Fall einen Fotoausweis mit Namen und Firma zeigen und achten Sie darauf, dass die Kleidung oder ein Anstecker eindeutig das Logo des Anbieters zeigen. Informieren Sie sich ggf. über die Webseite des jeweiligen Anbieters.

Vom Kupfernetz zur Glasfaser – der Technologiewechsel


Glasfaser ist die zukunftssichere Technologie für schnelles Internet. Sie bietet deutlich schnellere und stabilere Verbindungen als die herkömmlichen Kupferleitungen. Das bestehende Festnetz wird daher Schritt für Schritt modernisiert. Das bedeutet, dass die bisherigen Internet- und Telefonleitungen aus Kupfer nach und nach durch moderne Glasfaserkabel ersetzt werden, auch Kupfer-Glasfaser-Migration genannt. Dieser Wechsel erfolgt schrittweise und wird von Bund, Bundesnetzagentur und Unternehmen genau geplant, damit alle gut informiert sind und ohne große Probleme umsteigen können. Ein zentrales Ziel ist dabei, dass niemand unversorgt bleibt.

Was Sie jetzt tun können


Der Glasfaserausbau ist ein großer Schritt in die digitale Zukunft, der uns allen zugutekommt – in der Stadt und auf dem Land. Je mehr Bürgerinnen und Bürger diesen Schritt mitgehen, desto schneller wird das schnelle Internet für alle Realität.

Und wenn Sie mehr über den Umstieg auf Glasfaser wissen möchten, finden Sie hier eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung: Ihr Weg zum Internet über Glasfaser

Weitere Informationen, auch zu den Themen Vertragswechsel, Haustürgeschäfte und Telefonvertrieb finden Sie zusätzlich hier.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass digitale Teilhabe überall möglich wird - jetzt und in Zukunft. Wir unterstützen Sie gerne bei allen weiteren Fragen und helfen Ihnen, die passende Lösung rund um das schnellste Netz zu finden:

Gigabitbüro des Bundes

E-Mail: kontakt@gigabitbuero.de

Tel.: +49 30 26365040