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Glas­fa­ser im Ei­gen­heim

Was Ei­gen­tü­mer wis­sen soll­ten

Sie möchten Ihr Zuhause mit schnellem Glasfaser-Internet ausstatten? Ein moderner Glasfaseranschluss macht Ihr Heim fit für die digitale Zukunft – ganz egal, ob Sie viel im Homeoffice arbeiten, streamen oder Smart-Home-Geräte nutzen. Wir erklären die wichtigsten Schritte von der Verlegung bis zur Hausverkabelung.

Ein Junge lehnt sich an seine Mutter, während sie zu Hause am Laptop arbeitet.
Foto: Westend61 – gettyimages

Warum Glasfaser sich lohnt


Rund 44 % der Haushalte in Deutschland wohnen in selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern. Für diese Immobilien ist Glasfaser die Technologie der Zukunft: Daten werden als Lichtsignale übertragen – schnell, stabil und mit hoher Zuverlässigkeit.


Ein Glasfaseranschluss steigert nicht nur den Wert Ihrer Immobilie, sondern sichert auch eine moderne und zukunftsfähige Internetversorgung. Je früher Sie den Anschluss planen und umsetzen, desto günstiger sind die Kosten. Während der Ausbauphase ist der Hausanschluss häufig kostenlos. Wer später nachrüstet, muss dagegen oft mehrere Tausend Euro investieren.

So wird Glasfaser verlegt


Wenn noch kein Hausanschluss oder Leerrohr vorhanden ist, wird das Glasfaserkabel von der Straße über Ihr Grundstück zum Haus gelegt. Dabei kommen meist schonende Verfahren zum Einsatz:


  • Erdrakete: Das Kabel wird durch kleine Öffnungen mit Druckluft in den Boden eingezogen.
  • Spülbohrung: Ein Bohrkopf schafft einen engen Kanal, durch den das Rohr gezogen wird.
  • Trenching: Ein schmaler Graben wird gefräst, Kabel verlegt und die Erde wieder verschlossen.


Welches Verfahren genutzt wird, hängt von Boden und Grundstück ab. Vor Baubeginn findet ein Ortstermin mit den Fachleuten statt.

Installation und Verkabelung im Haus


Das Glasfaserkabel wird durch eine kleine Öffnung ins Haus geführt, und zwar zumeist im Keller. Die Hauseinführung wird von der ausführenden Fachfirma wasser- und gasundurchlässig zum Schutz vor möglichen Schäden abgedichtet. Im Keller wird der Hausübergabepunkt (HÜP) installiert. Hier endet das Netz des Internetanbieters.


Ein Diagramm, das ein Einfamilienhaus darstellt und veranschaulicht, wie eine strukturierte Verkabelung funktioniert.

Für die Verkabelung im Haus sind Sie als Eigentümer verantwortlich. Vom Keller aus wird die Glasfaserleitung meistens noch weiter ins Haus verlegt, zum Beispiel bis ins Wohnzimmer. Dort wird die Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose (GF-TA) installiert, die der Telefondose oder koaxialen TV-Dose ähnelt. An den GF-TA werden dann das Glasfasermodem (ONT) und ein Router angeschlossen. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Gerät anzuschließen, das beide Funktionen bereitstellt.


Viele Anbieter verkaufen oder vermieten passende Geräte zusammen mit dem Glasfaservertrag. Sie können jedoch auch selbst ein geeignetes Gerät anschaffen. Ihre Endgeräte, wie Fernseher, Laptops, Handys können Sie wie gewohnt weiter nutzen.

Kosten und Förderung


Die Kosten für Tiefbau und Hausanschluss variieren stark. Frühzeitiges Handeln spart dabei Geld. In Ausbaugebieten übernehmen Netzbetreiber die Anschlusskosten oft ganz oder zu einem großen Teil – meistens bei einem Vertragsabschluss während der Planungs- oder Ausbauphase. Wer später nachrüstet, kann für das Verlegen von Glasfaserleitungen Kosten bis zu 2.500 Euro oder mehr tragen.


Die monatlichen Tarifkosten entstehen erst mit der Aktivierung des Anschlusses und variieren je nach Anbieter und Leistung. Sie müssen den Anschluss nicht sofort nutzen, vorhandene Verbindungen bleiben weiter nutzbar.


Die Bundesregierung fördert den Glasfaserausbau in ländlichen bzw. wirtschaftlich schwächer entwickelten Regionen. Privatpersonen können zwar keine Förderung beantragen, profitieren aber indirekt von geförderten Projekten, indem ihr Haus im Rahmen des geförderten Ausbaus versorgt wird.

Rechtliche Hinweise für Eigentümer


  • Als Eigentümer eines Eigenheims steht es Ihnen grundsätzlich frei, Ihre Immobilie an das Glasfasernetz anzuschließen und eine entsprechende Inhouse-Verkabelung installieren zu lassen.
  • Keine Angst vor Bautätigkeiten: Bei Schäden durch Bauarbeiten aufgrund des Glasfaserausbaus gilt das Verursacherprinzip: Das Bauunternehmen haftet. Wichtig ist, alles zu dokumentieren und dem Anbieter umgehend zu melden.

Wie geht es weiter?


Glasfaser ist die Basis für alle digitalen Anwendungen – heute und in Zukunft. Ob Homeoffice, Streaming, Gaming oder Smart Home: Mit Glasfaser sind Sie bestens vorbereitet.


Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, aktiv zu werden, denn ein modern ausgestattetes Eigenheim ist das beste Eigenheim!

Wenn Glasfaser für Sie die richtige Lösung ist, schauen Sie sich unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung an: Ihr Weg zum Internet über Glasfaser.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass digitale Teilhabe überall möglich wird - jetzt und in Zukunft. Wir unterstützen Sie gerne bei allen weiteren Fragen und helfen Ihnen, die passende Lösung rund um das schnellste Netz zu finden:

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